Der diesjährige Sommer hielt den einen oder anderen heißen Tag bereit. Hohe Temperaturen, Sport, Aufregung – all das sind Kriterien oder Situationen, die man mit Schwitzen in Verbindung bringt. Doch was tun, wenn übermäßiges Schwitzen auch in den kühlen Monaten ein Problem darstellt? Sondert der Körper trotz fehlender äußerer Einflüsse verhältnismäßig viel Schweiß ab, kann es sich um eine Hyperhidrose handeln. Längere Zeit stellte die operative Entfernung eine der einzigen effektiven und dauerhaften Behandlungsmöglichkeiten dar. In der modernen ästhetischen Medizin kommt mit miraDry® eine weitere, minimalinvasive Lösung hinzu. Was kann eine Behandlung mit miraDry® in Baden-Baden erreichen?

Beschreibung von Hyperhidrose

Das Schwitzen ist eine ganz normale Reaktion des Körpers. Tatsächlich übernimmt es auch wichtige Funktionen für die allgemeine Gesundheit, denn über den Schweiß werden Stoffwechselendprodukte und Gifte aus dem Körper transportiert. Zudem regelt der Schweiß die Körpertemperatur und hält sie konstant. Eine Störung im vegetativen Nervensystem kann dazu führen, dass die Schweißdrüsen übermäßig angeregt werden, sodass eine verhältnismäßig große Menge Schweiß abgesondert wird. Dieser Umstand tritt auch ohne äußere Einflüsse auf, was die Hyperhidrose für die Betroffenen recht unberechenbar macht. Die ständige Sorge vor dem nächsten Ausbruch ist einer der Gründe, weswegen sich Personen über die Möglichkeiten der Hyperhidrose-Behandlung informieren möchten. Ist das starke Schwitzen erst einmal wieder unter Kontrolle gebracht, fühlen sich die betroffenen Personen erfahrungsgemäß deutlich wohler und sicherer in ihrem alltäglichen Leben.

Schweißdrüsenentfernung per OP

Ein Verfahren, um das extreme Schwitzen dauerhaft zu reduzieren, ist das chirurgische Entfernen der betreffenden Schweißdrüsen. Meist konzentriert sich die Hyperhidrose auf einzelne Areale wie dem Achselbereich. Entfernt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie die Schweißdrüsen in dieser Region, kann das übermäßige Schwitzen nicht mehr auftreten. Zugleich besitzt der menschliche Körper so viele Schweißdrüsen, dass die lebensnotwendigen Aufgaben des Schwitzens nach wie vor ohne Probleme erfüllt werden können. Dass die Patienten nach der OP an einer anderen Körperstelle stark schwitzen, ist nicht vollständig auszuschließen. Es kommt jedoch eher selten vor, dass die Hyperhidrose nach der Operation in einem anderen Areal auftritt.

Die operative Schweißdrüsenentfernung findet unter Lokalanästhesie oder unter Vollnarkose statt. Je nach Umfang der Behandlung dauert die Operation 60 bis 90 Minuten.

Botox®: regelmäßige Anwendung gegen Schwitzen

Für Personen, die sich aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen keiner Operation unterziehen können beziehungsweise möchten, steht eine weitere Methode zur Hyperhidrose-Behandlung zur Wahl: die Injektion von Botulinumtoxin (Botox®). Das aus dem Anti-Aging-Bereich bekannte Mittel hemmt die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe, die die Schweißdrüsen anregen. Werden die Schweißdrüsen durch das Botox® nicht mehr aktiviert, tritt auch kein übermäßiges Schwitzen mehr auf. Die Behandlung dauert meist nicht länger als eine Stunde und findet unter örtlicher Betäubung statt. Da der Körper das Botulinumtoxin auf natürliche Weise auch wieder abbaut, muss die Behandlung für ein anhaltendes Ergebnis regelmäßig wiederholt werden.

Wirkungsprinzip von miraDry®

Eine dauerhafte Lösung, die zugleich ohne einen chirurgischen Eingriff auskommt, bietet die Behandlung mit miraDry®. Das innovative Verfahren arbeitet mit Mikrowellen, die in das Gewebe abgegeben werden. In den tiefen Gewebeschichten lösen die Wellen einen kurzen und intensiven Temperaturanstieg aus, der die Funktionalität der Schweißdrüsen und derer Versorgungsnerven in dem entsprechenden Bereich zerstört. Auch die Geruchsnerven werden mitbehandelt. Nach der Anwendung von miraDry® kommt es weder zum unliebsamen Schwitzen noch zu störenden Gerüchen. Da sich die Schweißdrüsen nicht wiederherstellen oder neu bilden können, tritt die Hyperhidrose in dem behandelten Bereich erfahrungsgemäß nicht mehr auf.

Pro Areal dauert die miraDry®-Behandlung etwa 30 bis 60 Minuten. Die Anwendung wird ambulant und unter Lokalanästhesie vorgenommen. Je nach individuellem Befund kann es sein, dass zwei Behandlungen für ein optimales Ergebnis notwendig sind.

Was kostet die Behandlung?

Weder für die operative Schweißdrüsenbehandlung noch für die Injektion von Botox® oder das miraDry®-Verfahren können ohne eine vorherige Untersuchung des Patienten die genauen Preise genannt werden. Die Kosten für eine Hyperhidrose-Behandlung richten sich unter anderem nach dem gewählten Verfahren, der Größe des Behandlungsareals, der verwendeten Materialien und der Narkoseform. Bei einem persönlichen Beratungsgespräch, das ein essenzieller Bestandteil einer jeden ästhetisch-plastischen Behandlung ist, informiert der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie gern darüber, mit welchen Kosten im konkreten Fall zu rechnen ist.