MiraDry® - Dr. med. Bernd Loos über die Behandlung von axillärer Hyperhidrose

Experteninterview

Als erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie liegt Dr. med. Bernd Loos die Zufriedenheit und die Sicherheit seiner Patienten sehr am Herzen. Durch regelmäßige Fort- und Weiterbildungen vertieft und erweitert er das medizinische Angebot der KASG Ästhetik in Baden-Baden fortwährend und stellt den Betroffenen Behandlungsmöglichkeiten nach den neuesten Standards zur Verfügung. Im Bereich der Hyperhidrose-Therapie ergänzt beispielsweise das innovative miraDry®-Verfahren das Leistungsspektrum der Praxis. Im folgenden Interview klärt Dr. Loos über die Therapiemöglichkeit auf. Weitere Informationen finden Sie auch in den miraDry® FAQ Fragen.

Was ist eine Hyperhidrose?

Dr. Loos: Von einer Hyperhidrose ist die Rede, wenn der Körper eine übermäßig hohe Menge Schweiß absondert. Oftmals wird dafür kein besonderer Auslöser wie beispielsweise heiße Temperaturen oder körperliche Anstrengung gebraucht. Durch eine übermäßige Aktivität der Schweißdrüsen schwitzen Hyperhidrose-Patienten öfter und stärker als andere Personen. Das kann den Alltag und die Lebensqualität erheblich belasten.

Wie kann eine Hyperhidrose behandelt werden?

Dr. Loos: Es gibt verschiedene Maßnahmen, mit denen das übermäßige Schwitzen reduziert werden kann. Zum einen ist eine operative Schweißdrüsenentfernung möglich. Zu den nichtchirurgischen Methoden zählen spezielle Cremes und Antitranspirante, die die Schweißdrüsenabsonderung eindämmen, sowie die Injektion von Botox®. Eines der neuesten Verfahren zur minimal-invasiven Hyperhidrose-Behandlung ist die Radiofrequenztherapie mit miraDry®.

Was ist das Besondere an miraDry®?

Dr. Loos: Im Vergleich zur operativen Schweißdrüsenbehandlung bietet miraDry® den Vorteil, dass keine Operation, keine Hautschnitte und keine Narkose benötigt werden. Das Verfahren ist damit deutlich schonender und risikoärmer. Die Behandlungszeit beträgt lediglich 30 bis 60 Minuten. Ein stationärer Aufenthalt ist bei miraDry® nicht erforderlich. Mit Ausfallzeiten müssen die Patienten in der Regel nicht rechnen. Im Vergleich zu anderen minimal-invasiven Behandlungen wie Botox® oder Antitranspiranten sind es vor allem die dauerhaften Ergebnisse, die die miraDry®-Behandlung auszeichnen. Durch die spezielle Radiowellentechnik werden die Schweißdrüsen, die Geruchsdrüsen, die jeweiligen Versorgungsnerven und die Haarfollikel beeinflusst. Das umliegende Gewebe wird währenddessen geschont und bleibt unversehrt. Eine zusätzliche Kühltechnik macht das Verfahren besonders nebenwirkungsarm.

Neben dem übermäßigen Schwitzen reduziert miraDry® auch unangenehme Schweißgerüche. Zudem finden es viele unserer Patienten sehr angenehm, dass auch die Körperbehaarung unter den Achseln zurückgeht. Das ist bei etwa 30 Prozent der behandelten Patienten ein zusätzlicher Effekt der Behandlung.  

Was wird beim Beratungstermin in der KASG Ästhetik gemacht?

Dr. Loos: In dem vorher stattfindenden Beratungsgespräch möchte ich von meinen Patienten erfahren, woran genau sie sich stören und welche Veränderung sie sich wünschen. Die Beratung ist ein wichtiger Bestandteil einer jeden ästhetischen Behandlung und der Grundstein für den individuellen Behandlungsplan. Gemeinsam schauen wir, welche Behandlungsmethode am besten geeignet ist. Zudem kläre ich meine Patienten ausführlich über die Behandlungsschritte und die möglichen Nebenwirkungen und Risiken auf.  

Für wen eignet sich die Behandlung mit miraDry®?

Dr. Loos: Die miraDry®-Behandlung ist für Frauen und Männer geeignet, die unter axillärer Hyperhidrose – also unter starkem Achselschwitzen – leiden und eine OP-freie Behandlungsmethode suchen. Starke und oftmals unvorhergesehene Schweißausbrüche können mithilfe dieses Verfahrens erheblich reduziert werden. Da die zerstörten Schweißdrüsen nicht wiederkehren, ist das Ergebnis der Hyperhidrose-Therapie dauerhaft und muss nicht in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, wie es beispielsweise bei Botox® der Fall ist.

An welchen Körperstellen kann miraDry® eingesetzt werden?

Dr. Loos: Bisher ist miraDry® lediglich auf die Behandlung des Achselbereiches spezialisiert. Eine Hyperhidrose betrifft häufig die Achseln, aber auch die Hände, die Füße oder der Rücken können eine übermäßige Schweißabsonderung aufweisen. Sollte die Hyperhidrose an einer anderen Körperstelle als den Achseln vorliegen, besprechen wir in einem gemeinsamen Beratungstermin, welche Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass zukünftig noch weitere Applikatoren für die anderen Körperbereiche entwickelt werden, um auch dort eine effektive und sichere miraDry®-Behandlung zu ermöglichen.

Was passiert bei der Behandlung im Einzelnen?

Dr. Loos: Vor der eigentlichen miraDry®-Behandlung werden Markierungen auf der Haut angezeichnet und das Areal wird lokal betäubt, damit das Verfahren möglichst schmerzfrei verläuft. Anschließend lege ich das miraDry®-Handstück auf die erste Markierung. Über ein Vakuum werden die Haut und damit auch die Schweißdrüsen näher zum Gerät gezogen, sodass die Radiowellen leichter in das Gewebe geleitet werden können. Jeder Markierungspunkt wird dann nach dem gleichen Prinzip behandelt. Das Verfahren verläuft also nach einem festgeschriebenen Ablauf. Die Radiowellen sorgen dafür, dass die Temperatur im Gewebe auf bis zu 60° Celsius ansteigt. Dadurch werden die Schweißdrüsen funktionsunfähig gemacht und können die verantwortlichen Drüsen keinen Schweiß in dem Bereich mehr absondern.  

Was passiert mit den Schweißdrüsen nach der Behandlung?

Dr. Loos: Die abgetöteten Schweißdrüsen werden vom Immunsystem (den sogenannten Fresszellen) aufgenommen und ausgeschieden. Sie wachsen nicht nach. 

Seit wann wird miraDry® in der KASG Ästhetik eingesetzt?

Dr. Loos: Wir setzen miraDry® seit 2016 erfolgreich in unserer Praxis ein. Durch regelmäßige und intensive Schulungen bleiben wir auf dem aktuellsten Stand und können unseren Patienten somit eine schonende und sichere Hyperhidrose-Behandlung ohne OP anbieten. In der Region sind wir eine der wenigen Praxen, die das innovative Verfahren anbieten.

Was sagen Sie zur Sicherheit und Effektivität des Verfahrens?

Dr. Loos: miraDry® wurde in mehreren klinischen Studien getestet. Hinsichtlich der Wirkung und der Sicherheit für die Behandlung der axillären Hyperhidrose wurde das Verfahren von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zertifiziert und erhielt zudem die europäische CE-Kennzeichnung. Aus der täglichen Praxis kann ich sagen, dass miraDry® nach kurzer Zeit effektive Ergebnisse erzielt. Unsere Patienten beschreiben die Methode als äußerst schmerzarm und auch die Nebenwirkungen fallen in der Regel sehr gering aus. Eventuelle Rötungen, Schwellungen, blaue Flecken und Hämatome sind meist nach wenigen Tagen nicht mehr zu sehen. Eine ärztliche Nachsorge oder Kontrolle wird im Normalfall nicht benötigt.     

Welche anderen Methoden der Hyperhidrose-Behandlung bieten Sie in Ihrer Praxis an?

Dr. Loos: In der Praxis KASG Ästhetik bieten wir ausschließlich nichtoperative Behandlungsverfahren an. Gern informiere ich Sie auch zu operativen Methoden. Die ästhetisch-plastischen Operationen führe ich in der Klinik am Stadtgarten in Karlsruhe (KASG) durch.

 

 

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