Dass der Körper insbesondere bei hohen Temperaturen oder bei körperlicher Anstrengung Schweiß absondert, ist nichts Verwunderliches. Das Schwitzen erfüllt wichtige Aufgaben wie beispielsweise die Temperaturregulation oder die Ausscheidung von Giftstoffen. Im Sommer schwitzen wir tendenziell mehr. Sowohl die Schweißbildung als auch der damit verbundene Geruch werden gemeinhin als störend wahrgenommen. Neben dem „normalen“ Schwitzen gibt es auch eine Erkrankung, die dazu führt, dass die Betroffenen ohne den Einfluss von Temperatur, Anstrengung oder sonstigen Faktoren sehr stark schwitzen. Die Erkrankung trägt den Namen Hyperhidrose. Um die Hyperhidrose effektiv und langanhaltend zu reduzieren, ist es empfehlenswert, die Behandlung direkt auf die Schweißdrüsen zu konzentrieren. Es gibt sowohl operative als auch minimalinvasive Verfahren, um die Hyperhidrose zu lindern.

Normales vs. krankhaftes Schwitzen

Es ist nicht leicht zu beurteilen, wann das Schwitzen über das normale Maß hinausgeht. Beobachten Personen, dass sie unabhängig von externen Einflüssen wie starker Hitze anfangen, unkontrolliert zu schwitzen, kann das auf eine Hyperhidrose hindeuten. Bestenfalls sollte bei einem Verdacht darauf geachtet werden, wann das Schwitzen auftritt und welche Intensität zu verzeichnen ist. Gewissheit bringt eine fachärztliche Diagnose bei einem Experten. Als erste Anlaufstelle eignet sich ein Termin beim Hausarzt. Alternativ können sich Patienten auch an einen Dermatologen wenden. Bestätigt sich der Verdacht, können die Patienten zur Behandlung der Hyperhidrose unter anderem einen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen aufsuchen, der sich auf die Erkrankung spezialisiert hat.

Was passiert bei der Diagnose?

Einen speziellen Test, der die Hyperhidrose gezielt nachweisen kann, gibt es in dem Sinne nicht. Der wichtigste Bestandteil zur Diagnosestellung ist eine ausführliche Anamnese. Der Arzt erfragt beispielsweise Details zur individuellen Krankengeschichte, zu Symptomen und Beschwerden sowie zu familiären Vorerkrankungen.

Auch wenn es keinen expliziten Hyperhidrose-Test gibt, können verschiedene Testverfahren vorgenommen werden, um Beschwerden und Symptome besser einordnen zu können. Dazu zählt unter anderem der Minor-Test (auch Jod-Stärke-Test). Hierbei wird eine Lösung auf die Haut aufgetragen. Bei Kontakt mit Schweiß verfärbt sich die Lösung. Auf diese Weise kann dargestellt werden, an welchen Stellen Schweiß abgegeben wird. Durch eine anschließende gravimetrische Messung kann der Arzt zudem die Schweißmenge ermitteln.

Teil der Untersuchung und Diagnose ist es auch, eventuelle andere Erkrankungen, die vermehrtes Schwitzen auslösen können, auszuschließen. Hierzu zählen beispielsweise Schilddrüsenerkrankungen oder Diabetes.

Nur durch eine sorgsame und detaillierte Diagnosestellung kann die geeignete Therapie festgelegt werden, um das starke Schwitzen in den Griff zu bekommen.

Schonende Hyperhidrosebehandlung

Zunächst liegt der Fokus der Behandlung darauf, das extreme Schwitzen mit möglichst schonenden Therapien zu verringern. Antitranspirante und bestimmte pflanzliche Mittel besitzen die Eigenschaft, die Schweißabsonderung zu hemmen. In der Regel wird die geringere Schweißabgabe durch eine Verengung der Schweißkanäle erzielt, die die Mittel hervorrufen.

Führen diese Mittel nicht zum gewünschten Ergebnis, besteht die Möglichkeit einer minimalinvasiven Behandlung mit miraDry®. Über ein Handstück werden Mikrowellen in das Gewebe abgegeben, die die Temperatur gezielt erhöhen. Durch den Temperaturanstieg im Gewebe werden die Schweißdrüsen und deren Versorgungsnerven zerstört. Infolgedessen ist ein Schwitzen in dem Areal nicht länger möglich. Da sich die Schweißdrüsen nicht reparieren oder neubilden können, ist die Reduktion des Schwitzens an den behandelten Stellen dauerhaft. An anderen Stellen kann der Körper nach wie vor normal schwitzen und somit die wichtigen Funktionen wie die Temperaturregulation erfüllen.

Ebenfalls zu den nichtoperativen Möglichkeiten gehört die Behandlung mit Botulinumtoxin (Botox®). Der Wirkstoff wird mithilfe einer dünnen Kanüle in den entsprechenden Bereich (z. B. in die Achseln) gespritzt. Durch das Botulinumtoxin werden die Schweißdrüsen nicht mehr aktiviert, sodass der Bereich auch nicht mehr schwitzt. Im Gegensatz zu miraDry® sind die Resultate jedoch nicht dauerhaft: Der Körper baut das Botulinumtoxin schrittweise wieder ab, sodass auch das Schwitzen nach einiger Zeit wieder ohne Einschränkungen stattfinden kann. Für einen anhaltenden Effekt muss die Botox®-Injektion nach einigen Monaten aufgefrischt werden.

miraDry® in der KASG Ästhetik

In unserer Praxis KASG Ästhetik haben wir sehr gute Erfahrungen mit miraDry® gemacht. Die schonende Behandlung reduziert das starke Schwitzen dauerhaft und birgt dabei kaum Risiken oder Nebenwirkungen. In einem persönlichen Beratungsgespräch klären unsere Experten Sie gern über die Behandlungsmethode auf. Einen Termin können Sie telefonisch oder bei E-Mail mit uns vereinbaren. Zudem steht Ihnen unser Online-Kontaktformular zur Verfügung.