Das übermäßige Schwitzen ist eine krankhafte Form der Schweißabsonderung, bei der die Schweißdrüsen überaktiv sind. Die Ursache für diese Überaktivität ist noch nicht abschließend geklärt. Mit verschiedenen Maßnahmen und Mitteln lässt sich das extreme Schwitzen reduzieren. Eine anhaltende Lösung bietet die Ausschaltung der Schweißdrüsen. Die Schweißdrüsen können entweder operativ entfernt werden oder mithilfe von gezielt abgegebenen Mikrowellen zerstört werden. Letztere Methode – miraDry® – erfolgt ohne eine Operation und ist damit für den Patienten mit weniger Risiken und geringeren Ausfallzeiten verbunden. Im folgenden Beitrag gehen wir auf die jeweiligen Risiken und Vorteile näher ein.

Mögliche Komplikationen bei einer Schweißdrüsen-OP

Für die Schweißdrüsen-OP gibt es verschiedene Verfahren. Für gewöhnlich saugt der Ästhetisch-Plastische Chirurg die Drüsen über kleine Hautschnitte mit feinen Kanülen aus dem Körper. Das Absaugen der Schweißdrüsen erfolgt minimalinvasiv unter lokaler Betäubung oder Dämmerschlafnarkose. Unverträglichkeiten gegenüber der Betäubung beziehungsweise Narkose lassen sich nicht vollständig ausschließen, treten jedoch vergleichsweise selten auf. Häufiger kommt es nach dem Absaugen der Schweißdrüsen zu Verhärtungen unter den Armen. Mit regelmäßigen Massagen lassen sich diese Gewebeveränderungen in der Regel wieder lockern. Ebenfalls ist es möglich, dass Nachblutungen, Wundheilungsstörungen oder Infektionen auftreten. Die kleinen Hautschnitte heilen erfahrungsgemäß zügig und ohne weitere Komplikationen wieder ab. In seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass auffällige Narben zurückbleiben.

Generell handelt es sich bei der Schweißdrüsen-OP um einen chirurgischen Eingriff, der immer mit gewissen (wenn auch niedrigen) Risiken verbunden ist. Nach der Behandlung sollten sich die Patienten ein paar Tage körperlich schonen, damit der Körper sich regenerieren kann.

Ist miraDry® mit Komplikationen verbunden?

miraDry® ist ein innovatives Verfahren für die medizinische Behandlung des starken Schwitzens (Hyperhidrose). Die Methode schaltet die überaktiven Schweißdrüsen aus, ohne dass dafür ein umfangreicher chirurgischer Eingriff notwendig ist. Daher entfallen auch die allgemeinen Risiken einer OP. Gemeinhin ist miraDry® nur mit leichten Nebenwirkungen verbunden. Hierzu zählen beispielsweise Rötungen, blaue Flecken oder ein leichtes Taubheitsgefühl. Teilweise kann es auch zu einer erhöhten Druckempfindlichkeit oder geringen Schwellungen im Behandlungsareal kommen. In der Regel lassen die Beschwerden innerhalb kurzer Zeit wieder nach. Eine besondere Nachsorge ist dafür nicht notwendig, jedoch können die Patienten die Bereiche vorübergehend kühlen, um das Abklingen von Schwellungen und Rötungen zu unterstützen.

Was ist effektiver: miraDry® oder OP?

Bei einigen minimalinvasiven Alternativen zu chirurgischen Eingriffen besteht der kleine Nachteil, dass die Behandlungen keine anhaltenden Ergebnisse erzielen können, sondern in regelmäßigen Abständen zu wiederholen sind. Das ist beispielsweise auch der Fall, wenn sich Patienten dafür entscheiden, das extreme Schwitzen mithilfe von Botulinumtoxin zu behandeln. Der Wirkstoff Botulinumtoxin blockiert die Reizübertragung auf die Schweißdrüsen und verhindert somit, dass sie aktiviert werden und Schweiß absondern können. Da er aber auch vom Körper wieder abgebaut wird, setzt das Schwitzen nach einiger Zeit wieder ein.

Bei der Behandlung mit miraDry® ist das anders. Durch die Mikrowellen, die in das Gewebe abgegeben werden, kommt es zu einem kontrollierten Temperaturanstieg. Diese Wärmeentwicklung sorgt dafür, dass die Schweißdrüsen und ihre Versorgungsnerven zerstört werden. Regenerieren oder neubilden können sich die Drüsen nicht, daher sind die Resultate der miraDry®-Behandlung ebenso dauerhaft wie die einer Operation. Bei einigen Patienten kann es jedoch notwendig sein, dass eine zweite Behandlung mit miraDry® ratsam ist, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.

Weitere Informationen zu miraDry®

In unserer Praxis KASG Ästhetik in Baden-Baden bieten wir die schonende Behandlung mit miraDry® zur Reduktion des übermäßigen Schwitzens an. In einem persönlichen Beratungsgespräch klärt Dr. Bernd Loos gern über das Verfahren auf und untersucht, ob es bei Ihnen zum gewünschten Erfolg führen kann. Die Behandlung wird bei uns ausschließlich von erfahrenem und speziell geschultem Personal vorgenommen. Dadurch ist das Verfahren besonders sicher sowie schmerz- und risikoarm. Haben Sie noch Fragen zur Schweißdrüsenbehandlung mit miraDry®? Dann vereinbaren Sie ganz einfach Ihren persönlichen Termin in unserer Praxis.