Starkes Schwitzen kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Die sichtbaren nassen Flecken auf der Kleidung sowie der Geruch führen häufig dazu, dass sich die Personen in der Öffentlichkeit sehr unwohl fühlen und soziale Kontakte sowie Veranstaltung bestmöglich meiden. Das kann mit der Zeit zur Selbstisolation führen. Das extreme Schwitzen ist nicht zwangsläufig auf eine körperlich schlechte Verfassung oder mangelnde Körperhygiene zurückzuführen. Eine Überaktivität der Schweißdrüsen kann ebenfalls der Grund dafür sein, dass eine übermäßige Menge Schweiß in plötzlichen Schüben ausgestoßen wird. Die Bezeichnung für diese Erkrankung lautet Hyperhidrose. Wie es zu der Überstimulation der Schweißdrüsen kommt, ist noch nicht abschließend geklärt. Mediziner gehen davon aus, dass eine Störung im vegetativen Nervensystem verantwortlich ist. Zu den modernen Behandlungsmethoden gegen Hyperhidrose gehört das Verfahren miraDry®, das mit fokussierter Mikrowellenenergie arbeitet.

Achselschweiß und Achselhaare reduzieren

miraDry® ist von der FDA – der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde für medizinische Geräte – für die Behandlung von axillärer Hyperhidrose zugelassen. In klinischen Tests wurde die Wirksamkeit untersucht und bestätigt. Bei der Behandlung wird das Handstück auf den entsprechenden Bereich aufgelegt. Mikrowellen werden direkt in das Gewebe geleitet. Dort bewirken sie, dass die Temperatur sich signifikant erhöht. Durch diesen Prozess werden sowohl die Schweißdrüsen als auch die Geruchsdrüsen und die jeweiligen Versorgungsnerven zerstört. Ohne Schweißdrüsen ist folglich auch keine Schweißabgabe in dem Areal mehr möglich. Durch die gleichzeitige Beeinflussung der Geruchsdrüsen bleibt auch der unangenehme Geruch aus. Neubilden können sich die Drüsen und Nerven in der Regel nicht.

Zusätzlich werden oftmals auch die Haarfollikel von dem Temperaturanstieg beeinflusst und in ihrer Funktion eingeschränkt. Die Haare fallen aus und können durch die Zerstörung der Haarwurzel auch nicht mehr nachwachsen. Für viele Menschen ist das ein positiver Nebeneffekt, da auch die Achselbehaarung vielfach eher als störend wahrgenommen wird und Haarentfernungsmethoden dadurch obsolet werden.

Ist es nicht gefährlich, nicht schwitzen zu können?

Durch die Behandlung mit miraDry® werden die Schweißdrüsen lokal behandelt. Das bedeutet, dass im Fall einer axillären Hyperhidrose lediglich die Schweißdrüsen im Bereich der Achseln behandelt werden. Dort wird das Schwitzen reduziert oder nahezu ganz unterbunden. Da die Hyperhidrose in der Regel auch auf einen Körperbereich begrenzt auftritt, ist die lokale Behandlung für gewöhnlich ausreichend, um sie effektiv zu therapieren – ganz ausschließen, dass die Hyperhidrose anschließend an anderen Körperstellen auftritt, lässt es sich aber nicht.

Am restlichen Körper kann das Schwitzen auch nach einer Hyperhidrosetherapie ohne Einschränkungen erfolgen. Dadurch ist auch sichergestellt, dass die wichtigen Körperfunktionen, die das normale Schwitzen durchaus erfüllt, nach wie vor möglich sind. Dazu gehören unter anderem die Regulierung der Körpertemperatur und die Ausscheidung von bestimmten Stoffen. Auch trägt das Schwitzen zum Entgiften des Körpers bei. Die miraDry®-Behandlung ist somit nicht gefährlich.

Ist die Behandlung schmerzhaft?

Vor der miraDry®-Behandlung werden die Achseln örtlich betäubt. Daher nehmen die Patienten lediglich den kurzen Einstich der Kanüle war, die das Betäubungsmittel injiziert. Die anschließende Behandlung mit den gezielten Mikrowellen ist schmerzfrei. Sobald die Betäubung nachlässt, kann das behandelte Areal vorübergehend leicht brennen. Insgesamt wird die Behandlung von den Patienten in der Regel als erträglich und schmerzarm beschrieben. Unser Team der KASG Ästhetik ist bemüht, Ihnen die Therapie so angenehm wie möglich zu machen. Sprechen Sie uns deshalb gern bei jeglichen Beschwerden oder Unannehmlichkeiten an.

Gibt es andere Möglichkeiten, extremes Schwitzen zu behandeln?

Die Behandlung mit miraDry® zählt zu den innovativsten und sanftesten Behandlungsmöglichkeiten bei krankhaftem Schwitzen. Der große Vorteil bei diesem Verfahren liegt darin, dass es ein dauerhaftes Ergebnis ohne einen chirurgischen Eingriff erzielen kann. Demnach sind auch die Ausfallzeiten und Risiken sehr gering.

Neben der Behandlung mit Mikrowellen ist es auch möglich, das starke Schwitzen mithilfe von Botox®-Injektionen zu reduzieren. Jedoch hält der schweißhemmende Effekt nur solange an, wie sich das Botulinumtoxin im Körper befindet. Innerhalb von etwa drei Monaten wird es auf natürlichem Wege vom Körper abgebaut, sodass eine erneute Behandlung notwendig wird, um die Resultate aufrechtzuerhalten.

Schweißdrüsen können auch operativ entfernt werden. Meist werden die Drüsen dafür durch feine Kanülen abgesaugt. Bei einer Schweißdrüsen-OP müssen jedoch immer allgemeine OP-Risiken berücksichtigt werden. Zudem braucht der Körper mehr Zeit, um sich von dem Eingriff zu erholen.

Mehr Informationen zu miraDry®

In der KASG Ästhetik wenden wir das miraDry®-Verfahren zur Behandlung von starkem Schwitzen an und konnten bislang gute Ergebnisse mit dieser Methode erzielen. Wünschen Sie sich eine ausführliche und individuelle Beratung zu diesem Thema, können Sie sehr gern einen persönlichen Termin in unserer Praxis vereinbaren. Dr. Loos klärt Sie umfassend zu miraDry® auf und entwirft im Gespräch mit Ihnen den Behandlungsablauf, der zu Ihnen passt. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung!