Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm der Wunsch nach der harmonischen Strandfigur. Nicht immer ist es möglich, störende Fettdepots allein mithilfe von Ernährungsumstellungen und Sport zu reduzieren. Einige Fettzellen sind so hartnäckig, dass sie sich nicht durch konservative Maßnahmen beeinflussen lassen. Stattdessen sind medizinische Eingriffe wie die Fettabsaugung notwendig, um diese Problemzonen effektiv zu behandeln. Eine chirurgische Behandlung kommt jedoch nicht für jede Person infrage. Einige Männer und Frauen wünschen sich zwar einen flacheren Bauch und ebenmäßigere Körperkonturen, einer Operation möchten sie sich aber dennoch nicht unterziehen. Eine sanfte Alternative, die ohne Operation stattfindet, ist die Kryolipolyse mit CoolSculpting®. Das Verfahren arbeitet mit einer gezielten Kälteeinwirkung, die die Fettzellen zerstört. Nachfolgend haben wir interessante Informationen zu der Behandlung für Sie zusammengestellt.

Was ist Kryolipolyse?

Die Bezeichnung Kryolipolyse leitet sich aus den griechischen Wörter Kryos (Frost), Lipa (Fett) und Lysis (Auflösung) ab. Dadurch lässt sich der Kern der Behandlung schon sehr gut zusammenfassen, denn das Ziel der Kryolipolyse ist es, störende Fettzellen mithilfe von niedrigen Temperaturen aus dem Körper zu entfernen. Durch die Kälte werden die Fettzellen zerstört und können anschließend vom Körper abtransportiert werden. Das Verfahren basiert auf der Annahme, dass subkutane Fettzellen im Vergleich zum umliegenden Gewebe stärker auf Kälte reagieren. Bei der Behandlung bleibt das umliegende Gewebe damit weitestgehend unversehrt, wodurch das Verfahren als besonders schonend und nebenwirkungsarm gilt.

Wie lange dauert die Kryolipolyse?

Im Vergleich zu einem operativen Eingriff (Fettabsaugung) ist die Behandlungsdauer bei einer Kryolipolyse in der Regel geringer. Durchschnittlich dauert eine Fettabsaugung (Liposuktion) 90 Minuten, ausgedehnte Eingriffe können sogar bis zu drei Stunden benötigen. Bei der Kryolipolyse sind es je nach Größe des Behandlungsareals für gewöhnlich 30 bis 60 Minuten. In manchen Fällen kann es empfehlenswert sein, für ein harmonisches Ergebnis eine zweite Behandlungssitzung vorzunehmen. Ob dies im konkreten Fall sinnvoll ist, lässt sich einige Wochen nach der ersten Behandlung beurteilen.

Hat die Kryolipolyse Nebenwirkungen?

Fettabsaugungen sind chirurgische Eingriffe. Zwar wurden die Methoden zur Liposuktion über die Jahre hinweg stetig weiterentwickelt, sodass heutzutage eine recht schonende Fettabsaugung möglich ist, jedoch lassen sich die allgemeinen OP-Risiken nie komplett ausschließen. Bei der Kryolipolyse wird hingegen ein spezielles Gerätestück auf die Haut gelegt – Schnitte und das Einführen einer Kanüle in den Körper sind nicht notwendig. Dadurch sind die Risiken und Nebenwirkungen deutlich geringer. Zu den möglichen Beschwerden, die nach einer Kryolipolyse auftauchen können, gehören Schwellungen, vorübergehende Gewebeverhärtungen, Rötungen, blaue Flecken und Taubheitsgefühle. Das steife und harte Gewebe lässt sich durch Massagen wieder lockern. Auch die anderen Beschwerden halten für gewöhnlich nicht lange an, sondern klingen innerhalb kurzer Zeit wieder ab. Anhaltende Folgen sind bei einer Behandlung durch einen erfahrenen Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie beziehungsweise durch sein ausgebildetes Praxispersonal nicht zu erwarten.

Was macht der Körper mit den Fettzellen?

Nach der Kälteeinwirkung findet in den Fettzellen die sogenannte Apoptose statt. Es werden Zytokine und Entzündungsmediatoren aktiviert, die dazu führen, dass die Fettzellen langsam abgebaut werden. Aus den Fettzellen werden Lipide freigesetzt, die vom Lymphsystem abtransportiert werden. Dieser Prozess ähnelt dem Transport zur Weiterverarbeitung von Fetten aus der Nahrung. Der natürliche Abbauprozess benötigt etwa acht bis zwölf Wochen. Daher sind die Ergebnisse der Kryolipolyse auch nicht sofort nach der Anwendung sichtbar, da die Fettschicht nach und nach reduziert wird. Einmal zerstörte Fettzellen können nicht zurückkommen, da die Anzahl genetisch festgelegt ist. Die Kryolipolyse erzielt damit dauerhafte Ergebnisse. Jedoch ist es nach wie vor wichtig, auf eine gesunde Lebensweise zu achten.

Hilft die Kryolipolyse beim Abnehmen?

Die Kryolipolyse ist ein Verfahren zur Körperkonturierung. Sie ist keine Maßnahme zur Gewichtsreduktion und ersetzt damit weder eine Diät noch eine gesunde Lebensführung. Sie wurde entwickelt, um lokale Fettpölsterchen zu reduzieren und den Patienten dabei zu helfen, weiter an ihrer Wunschfigur zu arbeiten, wenn Sport und Ernährung keine weiteren Erfolge mehr hervorbringen können. Als genereller Richtwert gilt meist ein Body Mass Index von 30 – liegt der BMI über 30, kann mit der Kryolipolyse zumeist nicht das erstrebte Resultat erreicht werden.