Radiesse® zählt zu den sogenannten Volumenfillern. Es handelt sich um ein synthetisch hergestelltes Produkt aus Kalziumhydroxylapatit, das sich aus Kalzium und Phosphat zusammensetzt. Auch wenn Radiesse® ein synthetisches Mittel ist, so sind die Bestandteile dennoch Stoffe, die von Natur aus im menschlichen Körper vorhanden sind. Daher ist die Behandlung äußerst gut verträglich und sehr schonend. Hauptsächlich kommt Radiesse® zur Faltenbehandlung zum Einsatz. Der Wirkstoff kann selbst tiefe Falten von innen heraus auffüllen. Zudem kann Radiesse® angewandt werden, um verlorengegangenes Volumen harmonisch aufzufüllen. Auf diese Weise lassen sich einzelne Gesichtspartien auch gezielt konturieren. Insbesondere im Bereich des Unterkiefers, an den Schläfen und an den Wangen können mit der Zeit Volumendefizite und Konturverluste entstehen, die mit einer minimalinvasiven Injektionsbehandlung korrigiert werden können.

 

Wenn sich das jugendliche „V“ umkehrt

Im Laufe der Zeit verändert sich die Gesichtsform etwas. Dieser Vorgang ist ganz natürlich. Ein jugendliches Gesicht wirkt für gewöhnlich symmetrisch und ähnelt einer V-Form. Das bedeutet, dass die Wangenknochen recht betont sind und das Gesicht zum Kinn hin schmaler wird. Die Gesichtsränder sind dabei straff und konturiert. Die Straffheit und Elastizität von Haut und Gewebe wird vor allem durch das innere Stützgerüst aus kollagenen und elastischen Fasern hervorgerufen. Durch den natürlichen Hautalterungsprozess gehen diese körpereigenen Substanzen allmählich zurück, sodass die Haut und das Gewebe an Festigkeit verlieren und die Muskeln erschlaffen.

Der zunehmende Verlust des Volumens und der Einfluss der Schwerkraft bewirken letztendlich, dass die Wangen nach unten sacken, sodass sogenannte Hängebäckchen entstehen können. Zudem verschwinden die zuvor klaren Gesichtskonturen immer mehr. Infolgedessen wirkt das Gesicht nicht mehr wie ein „V“, sondern es nimmt eine A-Form an, indem es unten optisch breiter aussieht.

 

Welche Anti-Aging-Produkte können das jugendliche „V“ zurückbringen?

Werden infolge der Hautalterung unliebsame Veränderungen wie Falten sichtbar, versuchen viele Personen zunächst, diese mithilfe kosmetischer Produkte zu reduzieren. Auf dem Markt gibt es zahlreiche Cremes, Lotionen und Masken, die Jugendlichkeit und Frische versprechen. Darunter befinden sich einige Produkte, die das Hautbild optisch verbessern und zu einer vitaleren Ausstrahlung verhelfen können. Bei Haut- und Gewebeerschlaffungen sowie tiefen Falten zeigen Kosmetika in der Regel nicht den gewünschten Effekt. Zwar können sie beispielsweise den Feuchtigkeitshaushalt der Haut boosten, um einen frischeren Teint zum Vorschein zu bringen, einen sichtbaren Lifting-Effekt erzielen sie jedoch für gewöhnlich nicht.

 

Einzige Lösung: das Facelift?

Wer sich an abgesunkenen Gesichtspartien und Falten stört, muss nicht sogleich ein chirurgisches Facelift in Erwägung ziehen. Das Feld der minimalinvasiven und noninvasiven Methoden ist breitgefächert und bietet zahlreiche Möglichkeiten, dem Gesicht wieder mehr Jugendlichkeit zu schenken. Neben bekannten Mitteln wie Botox® und Hyaluronsäure haben sich noch weitere Substanzen in der ästhetischen Medizin etabliert. Hierzu zählt auch die Behandlung mit Radiesse®. Der Wirkstoff zeichnet sich durch einen hohen Hebeeffekt aus, der es ermöglicht, Bereiche (z. B. die Augenbrauen oder die Wangen) gezielt anzuheben und selbst tiefe Falten zu glätten. Neben einem sofortigen Straffungs- und Auffülleffekt stimuliert das Verfahren auch den natürlichen Kollagenaufbau des Körpers. Dadurch wird ein langanhaltendes Ergebnis erzielt.

 

Woher weiß ich, welche Behandlung die richtige für mich ist? 

Pauschal lässt sich nicht sagen, welche Methode die beste zur Faltenbehandlung darstellt. Das hängt unter anderem von dem Ausgangsbefund und dem gewünschten Ergebnis ab. Daher untersucht der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie in einem persönlichen Beratungsgespräch den Patienten genau und entwickelt mit ihm den passenden Behandlungsplan. Hierbei informiert er natürlich auch darüber, ob eine minimalinvasive Methode wie die Radiesse®-Behandlung zum gewünschten verjüngten Aussehen verhelfen kann oder ob ein operativer Eingriff ratsam ist. Denn vor allem Haut- und Gewebeüberschüsse lassen sich meist nicht mithilfe von nichtoperativen Verfahren beheben.

Eine ehrliche Beratung und eine realistische Vorstellung von den möglichen Ergebnissen sind eine wichtige Basis für eine erfolgreiche und zufriedenstellende Behandlung. Daher sollten Patienten stets darauf achten, dass der Arzt sich Zeit für die Aufklärung und für die Fragen des Patienten nimmt.

 

Was passiert bei der Behandlung mit Radiesse®?

Die Unterspritzung mit Radiesse® erfolgt mit einer feinen Kanüle. Vorab reinigt und betäubt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie die Behandlungsareale und zeichnet die Injektionspunkte präzise auf. Der Wirkstoff wird dann in die vorgesehenen Bereiche gespritzt. Insgesamt dauert die Behandlung nicht länger als 30 Minuten. Der Wirkstoff verteilt sich im Gewebe und entfaltet seine Hebewirkung, wodurch ein sichtbarer Lifting-Effekt sowie eine harmonische Volumenzunahme erzielt wird. Zusätzlich wird die körpereigene Produktion von Kollagen angeregt. Durchschnittlich halten die Ergebnisse einer Radiesse®-Behandlung 12 bis 18 Monate an. Sollten sich erneut unliebsame Volumendefizite und Falten zeigen, nachdem der Wirkstoff vom Körper abgebaut wurde, kann die Behandlung auf Wunsch des Patienten wiederholt werden.

 

Beispiele für Anwendungsbereiche von Radiesse®

 

  • Volumenkorrektur am Jochbein (jugendliche V-Form)
  • Auffüllen eingefallener Wangen („Hohlwangen)
  • Kinnaufbau beim Mann (maskuline Kontur, markante Linien)
  • Kontur der Unterkieferlinie (V-Form)
  • Nasolabialfalten, Marionettenfalten, Stirnfalten glätten
  • Allgemeine Verbesserung der Hautqualität und -feuchtigkeit